Powered By Blogger

Dienstag, 7. Juni 2011

Dreams are my reality...


Normalerweise wache ich Montagfrüh blitzartig durch das melodische Raunen meines Handys auf und weiß nicht mal mehr wo genau ich mich derzeit befinde, was los ist und warum in meinem Zimmer dieses Geräusch erzeugt. Es gelingt mir dann gerade noch aus der Auswahl der Knöpfe meines Radioweckers den Richtigen zu treffen um mit Hilfe von 30 Min Radiobeschallung so wach zu werden, dass ich mich zumindest orientieren kann.
Am heutigen Montag war es ebenfalls so, nur war ich einige Zeit zuvor schon wach, da ich heute Nacht etwas geträumt hatte, der während des Schlafes so plausibel klingt wie er nach dem Aufwachen seltsam ist.
Der Traum verlief folgendermaßen:

Ich saß in einem Auto auf dem Weg zur Schule.
Seltsamerweise handeln Träume, die in meiner Schule stattfinden, nie auf meiner derzeitigen Schule, wo ich meine Ausbildung mache, sondern immer auf der Schule, auf der ich mein Abitur gemacht habe.

In dem Auto saßen drei Männer. Vorne zwei Arbeitskollegen meines Freundes und neben mir saß mein erster(Ex.-) Freund.
Man muss dazu sagen, dass ich den Arbeitskollegen der in meinem Traum das Auto steuerte nur vom Sehen her kenne und mit ihm noch nie geredet oder ihn von Nahem gesehen habe. Mit dem anderen Kollegen habe ich bis jetzt auch nur 1-2 Sätze sowie „Hallo“ und „Tschüss“ (ß Das sagt man sehr wohl in der Oberpfalz!!) getauscht. Von dem Exfreund habe ich auch seit 3-4 Jahren nichts mehr gehört, was aber auch normal ist, wenn sich Wege trennen bzw. man sein eigenes Leben führt.

Während der Autofahrt saß mein Exfreund also neben mir und wollte mir ständig irgendwelche Fotos auf seinem Handy zeigen. Darunter Bilder von seinem Sohn etc. Das hat mich sowohl im Traum als auch in der Realität überhaupt nicht interessiert und war ich nur genervt. Irgendwann fing er dann vor lauter Freude an, meine Hand anzufassen, worauf ich mich lautstark im Auto beschwerte.
Als ich aus dem Fenster schaute um mich abzureagieren, sah ich eine Gruppe Menschen, die wie in einem Kreuzzug an weiße Regenwasserauffangbehälter gekettet wurden und die wir gerade überholten.
Diese Menschen sahen aus wie Beduinen und waren dunkelgekleidet. Und ich frage mich, wie ich im Traum an Beduinen und Regenfässer denken kann.

Als wir diese Gruppe überholt hatten, kam uns wieder so eine Gruppe entgegen. Wieder lauter dunkelgekleidete Beduinen mit Regenauffangbehälter. Nur dieses Mal gingen zwei meiner derzeitigen Mitschülerinnen mit, die aber lachten und ihren Spass hatten.
Ich muss nicht erwähnen, dass es sich bei den Mitschülerinnen um diejenigen handelt, mit denen ich sonst auch nicht viel zu tun habe, oder?

Nachdem wir dann diese Gruppe überholt hatten fuhren wir weiter.
Das üble dieses Traumes war, dass ich genau diese Strecke heute morgen auch fahren musste und man glaubt nicht, wie seltsam man sich fühlt, wenn man Teile eines Traumes auch in der Realität durchlebt.

Logischerweise ging das Verhalten meines Exfreundes weiter, er berührte meine Hände und stieß mich von der Seite an und es machte mich irgendwann so wahnsinnig, dass ich mich bei meinen Vordermännern (= Arbeitskollegen meines Freundes) beschwerte, dass ich das nicht mag und ich aussteigen möchte.
Diesem Wunsch kamen sie mir dann nach, in dem sie bei der nächsten Bushaltestelle hielten. Scheinbar gibt es im Traum auch eine Art von Logik, nur endete sie kurz darauf, da wir alle wieder ins Auto stiegen und mich die Herren mitten im Industriegebiet herumfuhren und ich mich während des Traumes gefragt habe, warum ich nicht einfach Plätze mit dem Beifahrer, der vor mir saß, tauschen konnte.

Gott sei Dank bin ich dann aufgewacht und frage mich derzeit, was mir mein Unterbewusstsein sagen will.

Sollte sich jemand mit Traumdeutung auskennen, möchte er sich bitte bei mir melden um weitere psychische Schäden zu vermeiden!

Montag, 4. April 2011

I will follow him....-Part II

Nachdem ich letzte Woche einem mysteriösem Autofahrer meinen Blogeintrag gewidmet habe (http://kekswesen.blogspot.com/2011/03/i-will-follow-him.html oder siehe unten)musste ich heute feststellen, dass er wirklich spurlos vom Boden verschwunden ist.

Ich habe ihn heute nicht getroffen, gesehen oder beleidigt.

Nur für dich, lieber Astra- Fahrer: Bitte gib mir ein Zeichen! Bitte melde dich!

Montag, 28. März 2011

I will follow him...

Dieser Montag behielt wieder den unangenehmsten Teil der Woche in sich: Die allwöchentliche, frühmorgendliche Fahrt zu meiner Ausbildungsstätte.

Wie jeden Montag, startete ich pünktlich um 8.00 Uhr (--> frühmorgendlich) meine Reise, ohne zu wissen, dass ich mich in einer Art "Und täglich grüßt das Murmeltier"- Parodie befinde.

Wie fast jeden Montag bevor ich losfahre, lade ich mein Gepäck( jede Woche der gleiche rote Korb mit Nahrungsmitteln und sonstigen Minidrogen[s. Beitrag "Sweet Sixteen"], jede Woche der gleiche rote Koffer und jede Woche der gleiche grüne Rucksack) um danach, wie jeden Montag festzustellen, dass mein eigentlich weißes Auto nun eher das Aussehen von einem in Stracciatella- Eis gemeißeltes Meisterstück eines Clios aufweist.
Dieser Feststellung folgt, -wie sollte es auch anders sein,- auch jede Woche ein 5- minütiges Gemeckere, warum sich die ortsansässigen Vögel ausgerechnet mein Auto aussuchen um ihrer Morgen-/ Mittag-/ Abend-/ Nachttoilette nachzugehen. Daraufhin zückt mein Vater (immerhin lockt er die Vögel mittels alter Äpfel, Semmelkrümel und Hühnerfutter an!) seine Gießkanne um die Mini- Häufchen zu entfernen, damit seine Tochter endlich Ruhe gibt und wieder für eine Woche verschwindet.

Nachdem ich dann endlich losgefahren bin (natürlich mit meiner typischen ebenfalls roten Autofahrerjacke [Ja, Rot ist meine Lieblingsfarbe]) und das Ortsende meines Heimatortes passiert habe, kommt mir auch jeden Montag an der gleichen Stelle ein Auto mit einem Kennzeichen, dass sich nur um genau eine Nummer (Keks-wesen 217) von meinem (Keks-wesen 216) unterscheidet entgegen.

Wie jeden Montag überhole ich auch immer ein Auto, das mir heute fast zum Verhängnis wurde: Ein dunkelblauer Opel Astra F (lt. Google Bildersuche)
Diesen dunkelblauen Astra überhole ich -meinem Clio namens Schore sei Dank- normalerweise ohne großen Stress oder Hektik.
Aufgrund der gestrigen Uhrumstellung war ich aber Wetter- und Helligkeittechnisch heute eine Stunde früher als sonst unterwegs, was für mich bedeutete, dass meine Sicht aufgrund von starkem Nebel stark eingeschränkt wurde. Dieser Nebel war zum Teil so stark, dass man, hätte man heute einen Film über Jenseitserfahrungen gedreht, einen Oscar aufgrund der special effects erhalten, sofern es diesen gibt.
(Zudem versetzte mich diese Uhrumstellung dermaßen unter Schock, als ich auf meiner Anzeige bemerkte, dass es 7:31 Uhr anzeigte und ich in Panik verfiel, dass ich eine Stunde zu früh in meinem Zweit- Wohnsitz ankomme, bis ich bemerkte, dass ich die Uhr noch nicht vorgestellt hatte.)

Diese starke Einschränkung wurde mir zum Verhängnis, als ich aus dem -nennen wir es- Jenseits plötzlich vor mir, hinter einem landwirtschaftlichen Fahrzeug mit Anhänger, schleichend, genau dieser dunkelblaue Astra auftauchte. Zuerst ging ich davon aus, dass das landwirtschaftliche Gefährt der Grund dafür ist, warum ich mit 60 km/h durch Berg und Tal schleichen muss, aber als es abbog, wusste ich, dass es einen anderen Grund bzw. Übeltäter geben musste.
Also wurde ich mehr oder minder gezwungen 35 km hinter einem Fahrzeug-und 35 km können verdammt lange sein-, dass sich Innernorts genau 50 km/ h und außerorts mit genau 60 km/h, wenn bis zu 80 km/h erlaubt waren und genau 80 km/h wenn es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gab, davon schlich.
Bevorzugt hielt sich das Fahrzeug auch nicht in Fahrstreifenmitten, sondern irgendwo zwischen Mittelstreifen und Mitte des Fahrstreifens auf.
Ich denke, ich brauche dazufügen, dass genau an den Stellen, die eine Superaussicht  und damit Gelegenheit zum Überholen boten, so starker Nebel war, dass man sich am Rücklicht des Vorderfahrers orientieren musste, so dass die Chance, diesen Schleicher abzuhängen, aussichtslos war.

Nach ca. 25 km wurde es mir dann zu bunt. Auf einem neuausgebauten Teil der Strecke, die so breit ist, dass drei Fahrzeuge gleichzeitig nebeneinander Platz haben und ich mehrmals das Problem hatte, dass ich mit meinem Sitz in seinem Kofferraum zu sitzen drohte-es ging bergab und hatte irgendwann keine Lust mehr ständig abzubremsen-, wurde es mir zu bunt- ich setzte meinen Blinker und zog an ihm vorbei.

Ja, ich gebe zu, genau dieses Stück war als Überholverbot markiert, aber ich sehe das Verhalten dieses Opelfahrers als umgekehrtes Stalking an, da er seltsamerweise seit einigen Wochen immer vor mir mit genau diesem Affenzahn an Geschwindigkeit und ich ihn jede Woche aufs Neue verfluche, bis ich endlich meinen Blinker setze, an ihm vorbeifahre und loszische.

Das Seltsame für mich aber war die Tatsache, dass ich ihn, nachdem ich an ihm vorbeigedüst war, im Rückspiegel beobachtet habe: Hinter ihm hatte nun ein dunkelgrüner Sprinter, der zuvor hinter mir gefahren ist (und das für Sprinterfahrer untypisch geduldig!) meinen Platz eingenommen. Diesem ging es ähnlich, aber er hatte nicht überholt. Eine Minute später, war er nicht mehr zu sehen und auch die Schlange, die sich hinter dem Astra gebildet hatte, war von der Bildfläche verschwunden.

Ich bin froh, dass ich ihn -wenn auch gegen Vorschriften verstoßend-überholt habe, vielleicht wäre ich dann auch Opfer dieses mysteriösen Astras geworden und wäre nun -zusammen mit Schore- weg von der Bildfläche und könnte diesem Astra keinen Blogeintrag mehr widmen.

Montag, 14. März 2011

Sweet sixteen...

Mein letzter Samstag begann wieder jeder andere, gemütliche und für mich wünschenswerte Samstag auch: Lange ausschlafen, kurz Zähne putzen, noch länger in Schlafanzug und ohne Socken (der letzte Eintrag sagt warum) durch die Wohnung turnen und zwischendurch mit dem Netbook im Internet surfend auf der Couch lümmeln, mit der einen Hand in der Tüte nach den Resten des Freitagabend- TV- Snacks krümeln und dabei die neueste Wiederholung von "Tierisches Kinderzimmer" schauen.

Dieses Ritual wird dann jeden Samstag dadurch abrupt beendet, da der  Hausherr jun. mit der morgendlichen Pflegeroutine fertig ist und endlich seine Nusplisemmel (bzw. -breze*wuarg*) zu sich nehmen  und die neuste Ausgabe von CT dabei verschlingen möchte und dies auch lautstark verkündet.
Um ebenfalls in den Genuss von Nutellasemmeln zu kommen, muss sich das Kekswesen noch schnell anziehen, wieder ohne Socken, und ab gehts zum Frühstücksbüfett (bei dem mir in letzter Zeit immer Fencheltee-warum auch immer- angeboten wird)
Üblicherweise lese ich dabei immer die Tageszeitung und widme dann meine gesamte Aufmerksamkeit den beiliegenden Werbeprospekten. Dies geschah auch dieses Wochenende, als mein Auge wie magisch von einem Prospekt des ortsansässigen Discounters mit 4 blauen Buchstaben auf orangefarbenen Hintergrund angezogen wurde. Der Inhalt dieses Prospektes: Schokoladenostereier!

Wie gebannt und mit leuchtenden Augen tippte ich voller Aufregung und Vorfreude wortlos auf diese Seite um meinem Gegenüber meine Absichten zu demonstrieren, die mein Leben entscheidend verändern sollten.

Da mein Gegenüber meine Affinität zu Schokolade,Ostern und Einkaufen kannte, wusste er auch darüber Bescheid, wie Glückserfüllend die Kombination aus Schokolade und Eiern auf mich wirken musste und nickte voller Einverständnis.

Kurze Zeit später fand ich mich in der nächsten Filiale des Discounters wieder, den Arm voller verschiedene Tüten, die mich mit Glück erfüllten und meiner Idee eines irdischen Paradieses sehr, sehr nahe kam. Ich entschied mich also für eine kleine Auswahl (ca. 6 Tüten) dieser herrlichen Erfindungen und ging zur Kasse.

Als ich endlich an der Reihe war um zu zahlen, stellte ich mich vorne an die Ecke zur Kassiererin, als sie mich einmal von oben bis unten musterte.
Ich schob dieses Mustern auf drei mögliche Gründe:
1. offenes Hosentürchen --> nicht möglich, da durch Testgriff bewiesen, dass Hosentürchen geschlossen
2. Mund verschmiert mit Nutella vom Frühstück --> nicht möglich, da keine Nutellasemmel gegessen
3. Mitleid mit Person, die Samstag Vormittag nichts weiter kauft als Schokoladenostereier -->gut möglich

Gott sei Dank erfuhr ich kurz darauf, warum ich von der Kassiererin gemustert wurde. Ich wurde gebeten meinen Personalausweis vorzuzeigen. Verwundert und verwirrt stieß ich in Lachen aus ( man muss dazusagen, dass ich 127% mal so alt bin, als dass ich keinen Alkohol kaufen dürfte), da ich weder Alkohol trinke geschweige denn Alkohol kaufe und auf dem Transportband sich wirklich nur eine Auswahl an verschiedensten Schokoladeneiern befand, bis mir klar wurde, dass sich unter der Auswahl auch eine Tüte mit Schokoladeneiern, die mit Eierlikörfüllung befand. Damit hatte ich leider nicht gerechnet bzw. ich habe naiverweise bis dato immer gedacht, dass Eierlikör eine harmlose Nettigkeit für ältere Damen bzw. eine leckerer Zusatz in Kuchen oder über Eis sei.

Nein, ich gebe zu, ich habe nicht gewusst, dass Eierlikör heutzutage zu den wirklich harten Sachen, mit denen man sich heutzutage vor Koma- Sauf- Parties "aufwärmt" und ich nehme Abstand zu meiner sonstigen Lebensweisheit "Jeder der mehr Alkohol trinkt wie ich ist ein Alkoholiker". Es sei mir verziehen.

Fazit: Eierlikör kann süchtig machen. Spielteilnahme erst ab 18 Jahren. Infos und Hilfe unter www.kekswesen.blogspot.com

Dienstag, 1. März 2011

Wake me up before you go-go...

Heute morgen spielte sich ab Punkt 5.37 Uhr ein herrliches, während meiner gesamten Schulzeit (und die war lange!) nie- da gewesenes Schauspiel ab. Um genau diese Uhrzeit ging ein ohrenbetäubendes, gnadenlos schrilles, lautes um nicht zu sagendes rhythmisches Pfeifen in Form eines Feueralarmes los und riss mich abrupt aus meinem Schlaf, der eigentlich eine Stunde später durch die leisen Klänge meines Radioweckers beendet werden sollte.

Also wachte ich völlig irritiert auch- ohne zu wissen, was eigentlich los war- und wollte mich nochmal umdrehen, weil ich dachte, dass nur jemand die Haustür nicht richtig zugemacht hat.
(Man muss dazu sagen, dass ich derzeit in einem kleinen Zimmer eines Wohnheimes residiere, dessen Tür für alle Mieter mit einer Schließanlage verriegelt.Diese Anlage hat den Vor- bzw. für alle Mieter den Nachteil, dass sie, wenn man die Tür nicht richtig auf- bzw. abschließt ein nervtötendes Piepsignal an die Pforte weitergibt.)
Trotz der Überlegungen war ich mir unsicher, wie ich mich verhalten sollte und wollte mich am Verhalten der anderen Bewohner orientieren, da sich dieses Vorgehen auch an brisanten Tagen wie dem Freitag, an dem der Unterricht aufgrund von Schneefalls bewert hatte. Also ging ich in voller Schlafmontur (bestehend aus T-Shirt und Unterwäsche) aus der Tür um nach dem Rechten zu sehen. Just in diesem Moment fiel mir auf, dass ich keine Anzeige aufgrund von sexueller Belästigung oder von Erregung eines öffentlichen Ärgernisses durch meinen Anblick ohne Hose riskieren wollte, also ging ich wieder in  mein Zimmer um mir wenigstens meine Schlafdecke überzuwerfen.

Mit der Schlafdecke das Nötigste verdeckt ging ich also wieder raus, als mir die gesamte Nachbarschaft (wobei Nachtbar besser passen würde) in voller Bekleidung (Winterjacke, Stiefel, Mütze und Co) entgegenkam. Gott sei Dank war meine direkte Nachbarin bereit mir zu sagen, dass ich mich doch anziehen sollte, damit wir rauskönnen. Wobei durch ihre Anfeuerungsrufe im Sinne von "Anziehen. Anziehen. Zieh dich an!" deutlich wurde, dass ihr Freund Fußball spielt und sie des öfteren bei Spielen dabei ist. Also schaffte ich es in geschätzten 30 Sekunden meine Jeans, einen Pulli, eine Fleecejacke und meine Winterjacke inklusive der Berufsschuhe an zuziehen. (Bei der Wahl der Berufsschuhe stand nicht der Gedanke der Sicherheit im Vordergrund, sondern mehr die Tatsache, dass diese sich in greifbarer Nähe, vorne geschlossen (keine frierenden Füße) und schnell an zuziehen waren.)

Nachdem ich angezogen war, wurden die Parolen geändert und die Anfeuerungsrufe kamen einer Runde TABU zum Thema: Begriffe, die Dir  zum Thema Wertsachen einfallen gleich.
Nachdem ich Handy, Autoschlüssel und Geldbeutel gefunden hatte, griff ich praktischdenkend noch zu einem Paar Socken (ganz klar, dass ich die ausnahmsweise gestern vorm Schlafen gehen ausgezogen habe), die ich ja draußen anziehen konnte und meiner Tabalugadecke, die mich schon auf mehreren Abenteuern meines Lebens (= Parisurlaub  mit meiner Mutter  [Mama Kekswesen: "Uah, wo sind denn da die Bettdecken? Die haben die Bettdecken im Zimmer vergessen" Kekswesen: "Mama, in vielen, wärmeren Ländern gibt es nur so eine Art Laken als Bettdecke" Mama Kekswesen: "Das nächste Mal fahre ich wieder ins deutschsprachige Ausland, die haben wenigstens Betten"] begleitet hat.

Also flüchtete die ganze Nachbarschaft inklusive mir nach draußen. Interessanterweise wurden auch neben der Stress- Aufnahmefähigkeit auch die Sehleistung im Stockfinsteren durch eine völlig unbeleuchtete Außentreppe getestet. Man mag gar nicht glauben, wie lustig es ist, in der Menge, schlaftrunken und im Finsteren eine Außentreppe runter zu laufen.

Nachdem rund 30 Minuten Panik geschoben wurde, ob die Brandschutztür vor meinem Zimmer geschlossen wurde, welcher Bereich in Notleidenschaft gezogen wurde
(Tor 1: Lehrküche  oder  Tor 2: EDV- Raum oder Tor 3: Internatszimmer) und jeder außer mir Rauch gesehen und gerochen hat durften wir wieder ins Zimmer zurück gehen- wohlgemerkt ohne dass Feuerwehr (zumindest keine unsichtbare) oder Polizei oder sonst jemand vor Ort war.

Ans Schlafen war dann zumindest nicht mehr zu denken, aber wann sonst schafft man es vor dem Aufstehen darüber nachzudenken, ob man abends nicht doch einfach mal mehr die Socken im Bett anbehalten lassen sollte...

Montag, 21. Februar 2011

If you could read my mind...

Derzeit beschäftigt mich ein Phänomen, welches mich schon mehrfach eingeholt hat.
Um das Problem genauer erläutern zu können, möchte ich die Situation etwas genauer erklären:

Ca. alle 3-4 Wochen suche ich samstags die Stadtbibliothek auf um meinem Bücherverschleiß kostengünstig ausleben zu können. Bei der Auswahl von Büchern, die ich für ca 4-12 (wenn ich Bücher für andere Familienmitglieder mitausleihe, die anscheinend erst 11 Wochen zu Hause "reifen" müssen, damit sie nach mehrmaliger Aufforderung in einem Tag gelesen werden können) mein Eigen nenne und mit ausleihe, unterscheide ich zwei Vorgehensweise:

Vorgehensweise A: Ich informiere mich im Internet über Google, Amazon.de bzw der Bücherei- eigenen Homepage (auf der man übrigens supertoll Bücher verlängern kann) über Bücher die in die nähere Auswahl kommen, notiere diese oder drucke meine Merkliste aus, ordne sie dann in einen Schnellhefter, den ich dann zur Bücherei schleppe und dort vor Ort Bücher raussuche und einpacke und die Liste abhake. Sollte eine wild durch die Gegend Irrende weibliche Person Samstag Vormittag in der Bücherei gesichtet werden....JAAA, das bin ich!!

Neben Vorgehensweise A gibt es auch die Vorgehensweise B:
Bücher der Regale oder Ausstellungswänden werden, nachdem das Bild des Buchdeckels als ansprechend empfunden wurde, in die Hand genommen, um gedreht, die Inhaltszusammenfassung kurz durchgelesen und dann spontan in den Korb gelegt.
Bei meiner letzten Tour durch die Bücherei geschah es, dass ich neben Vorgehensweise A auch Bücher mit in meinen Korb wanderten, die unter die Vorgehensweise B ihren Weg zu  mir fanden.

Eines dieser Bücher war: Damals, das Meer von Meg Rosoff. Die Inhaltszusammenfassung versprach folgendes:
"Ich bin hundert Jahre alt, ein unmögliches Alter, und meine Gedanken sind nicht in der Gegenwart verankert. So driften sie dahin und landen fast immer am gleichen Ufer. Heute, wie an den meisten anderen Tagen, ist es das Jahr 1962. Das Jahr, in dem ich die Liebe entdeckte. Ich bin wieder sechzehn." Wie ich Finn traf? Und die kleine, windschiefe Hütte direkt an Meer fand, angefüllt vom ewigen Rauschen der Wellen, mit dem prasselnden Kaminfeuer und der wärmenden Suppe? Das war, als ich auf mein drittes Internat kam, St. Oswald, mit seiner Kälte, seinem Drill und seinem erbärmlich schlechten Essen.  Und ich suchte nur eine Zuflucht ...

Da es sich um einen Jugendroman der Kategorie Liebe handelte, freute ich mich schon auf einen schnulzigen, realitätsnahen Liebesroman mit Happy- End. Nachdem ich das Buch zur Hand nahm, weil ich es lesen wollte, las ich in einer kurzen, von der Bücherei verfassten Zusammenfassung, dass es sich bei dem Ich- Erzähler nicht um eine Frau, sondern einen Mann handelte.  Nicht, dass ich etwas gegen Homosexualität bzw. Anhänger davon hätte, nur habe ich mich, naiv wie ich büchertechnisch bin, auf ein komplett anderes Buch eingestellt.

Dieses Problem zeigte sich vor rund einem halben Jahr auch schon mal. Es geschah Folgendes: Kekswesen wackelt in die Bücherei um sich neuen Lesestoff zu organisieren, nimmt ein Buch mit dem Titel "Nacktbadestrand" von Elfriede Vavrik aus dem Regal der Neuerscheinungen, liest die Zusammenfassung und packt das Buch ein.
Die Zusammenfassung versprach folgendes:

Mit 79 Jahren entdeckt die Autorin noch einmal die Liebe. Seit ihrer 2. Scheidung mit 40 Jahren kümmert sie sich nur noch um ihre Kinder und ihre kleine Buchhandlung. 39 Jahre später gibt sie den Laden auf und leidet zunehmend unter Schlafstörungen. Der Rat ihres Arztes: Suchen sie sich einen Mann ...
Für mich klang das Buch nach einem humorvollem- etwas verrückten um nicht zu sagen niedlichen Roman über ein verliebtes Rentnerpärchen im Stil von Romanen wie "Urlaub mit Papa" von Dora Heldt.

Leider wurde ich eine Woche später des Besseren belehrt: In einer Samstagabend-Late-Night- Show auf MDR saß eine Dame um die 80, erzählte von ihrem Roman, der auf ihren eigenen Erfahrungen basiert. Um nicht alle Einzelheiten widergeben zu müssen und dann als Ferkel dazustehen, hier ein Link um den Inhalt genauer darstellen zu können: http://www.youtube.com/watch?v=o0SXml52W_Y

Wer es über sich gebracht hat, den Link vollständig anzuschauen, wird merken, wovon ich rede.......

 Ja, ich gebe zu, ich war zutiefst schockiert und enttäuscht, warum sich eine sympathische, nette Dame auf ein literarisches Niveau von Charlotte Roche begibt und bin es auch heute noch.

Es gibt nur eine Tatsache, die mich noch mehr schockiert und enttäuscht: Meine Art Bücher auszuwählen...

Montag, 7. Februar 2011

Walking on sunshine...

Zum heutigen Vorgeschmack auf Frühling, mein Lieblingsfrühlingsgedicht.

Mir ist klar, dass es noch etwas bis zum Frühling dauert, aber nachdem ich das Gedicht noch in den hippen 90ern in der 4. Klasse auswendig lernen musste/durfte und es mein Dauerbeitrag zum Thema Frühling ist: 


Frühling

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike